Squash in Deutschland

Deutsche Mannschaftsmeisterschaften 2017: Paderborner SC siegt zum dritten Male in Serie bei Damen und Herren

Böblingen - Bei den parallel ausgetragenen Deutschen Damen-Mannschaftsmeisterschaften des Deutschen Squash Verbandes (DSQV) zusammen mit der Bundesliga-Herren-Endrunde der Deutschen Squash Liga (DSL) als Deutsche Herren-Mannschaftsmeisterschaften war der Paderborner SC wie in den Jahren 2015 und 2016 auch dieses Jahr das Maß aller Dinge und sicherte sich bei den Herren gegen Sportwerk Hamburg den 13. Titel der Vereinshistorie, bei den Damen war es mit dem Sieg gegen den SC Monopol Frankfurt der insgesamt 5. Triumph für die Paderborner auf nationaler Teamebene.

 

Finale 2017: Deutsche Damen-Mannschaftsmeisterschaft des DSQV:

Paderborner SC - SC Monopol Frankfurt

SC Monopol Frankfurt (li) und Paderborner SC (re) vor dem Damenfinale - Bild: Frank Beineke / Neue Westfälische Zeitung

Bei den Damen kam es wie im Vorjahr zum Duell Paderborner SC gegen den SC Monopol Frankfurt und war somit den Squashfans bereits bekannt. Für Paderborn lief an Position drei die aktuelle Deutsche Meisterin Franziska Hennes auf, die ihre Gegnerin Lisa Sedlmeier jederzeit dominierte, eine überzeugende Vorstellung beim 3:0 Sieg lieferte und damit den ersten Punkt für das Paderborner Konto holte. Es folgte das Spiel der Topspielerinnen zwischen Paderborns Nour El Tayeb (WRL 12) und Frankfurts Camille Serme (WRL 3), sodass eine leichte Favoritenrolle bei der Frankfurterin lag. Es entwickelte sich eine hochklassige Partie, die über vier Sätze ging. Tayeb holte den Auftaktsatz und Serme glich prompt aus, sodass alles wieder offen war. Im Anschluss schaffte es die Paderbornerin, die Frankfurterin wieder besser zu kontrollieren und sicherte sich Durchgang drei mit 11:7. Satz vier war schließlich eine spannende Kiste, doch am Ende markierte Tayeb nach doppelter Verlängerung mit 13:11 den 3:1 Gesamtsieg. Damit war der Paderborner SC erneut Deutscher Damen Mannschaftsmeister und verteidigte seinen Titel erfolgreich. Das Spiel an Position zwei zwischen den Nationalspielerinnen Sina Wall (Paderborn) und Saskia Beinhard (Frankfurt) fand nicht mehr statt, da die Meisterschaft durch die 2:0 Spielführung mit dem rechnerisch uneinholbaren Vorsprung vorzeitig entschieden war. Andreas Preising, 1. Vorsitzender des Paderborner SC, zur Begegnung: "Meisterliches Auftreten bei den Damen. Mit viel Mannschaftsgeist gelang die Integration von Neuzugang Nour El Tayeb ins Team bestens, Nour konnte knapp Camille Serme in einem begeisternden Spiel besiegen und beendete das Match zwischen Paderborn und Frankfurt vorzeitig in überzeugender Manier. Drei Titel in Folge. Starker Auftritt der Damen aus Paderborn." Sabrina Katzke vom SC Monopol Frankfurt kommentierte im DSQV-Gespräch: "Wir hatten keine großen Erwartungen in einem schwierigen Finalspiel, da mit Sharon Sinclair und Nicole Fries zwei Spielerinnen auf unser Seite nicht eingesetzt werden konnten und wir daher nicht unbedingt die Favoritenrolle innehatten. Jedoch bin ich sehr zufrieden mit meinem Team, das wiederholt die Deutsche Vize-Meisterschaft bei den Damen geholt hat."

Der dritte Platz bei den Damen ging mit einem glatten 3:0 Sieg gegen den bayerischen 1. SC Würzburg an die baden-württembergischen Squash Devils Stuttgart. Celine Walser (Pos. 1) gegen Katerina Tycova, Eve Rixen (Pos. 2) gegen Alice Kramer und Maria Thürauf (Pos. 3) gegen Caroline Sayegh gaben in ihren Begegnungen keine Sätze ab.

 

Finale 2017: Bundesliga-Endrunde der Deutschen Squash Liga (DSL, Deutsche Herren-Mannschaftsmeisterschaft):

Paderborner SC - Sportwerk Hamburg

Sportwerk Hamburg (li) und Paderborner SC (re) vor dem Herrenfinale - Bild: Frank Beineke / Neue Westfälische ZeitungAn Position 4 trafen der Hamburger Ali El Karargui und der Paderborner Altmeister Tim Garner (beste WRL 26) aufeinander. Durch souveränen und überlegten Spielaufbau arbeitete sich Karargui eine 7:3 Führung heraus, die er noch auf 9:4 ausbauen konnte, ehe Garner besser ins Spiel kam und dem Hamburger einige Fehler unterliefen, sodass Garner auf 9:10 verkürzte. Ein vermeidbarer Fehler des Paderborners beim Satzball bedeutete dann die 1:0 Führung für Hamburg. Durchgang zwei war von vielen Let-Entscheidungen und langen Ballwechseln bis zum ausgeglichenen 8:8 geprägt, bis sich Karargui drei schnelle Punkte zum Satzsieg erarbeitete. In Satz drei gab es bis zum 3:3 einen offenen Schlagabtausch. Danach zündete Karargui zwei kleinere Nickserien mit insgesamt sieben Treffern. Durch weitere Fehler auf beiden Seiten endete am Ende der Satz mit 11:6 für Hamburg, sodass die Mannen von der Elbe mit 1:0 in Führung gingen.

Die Begegnung an Position 3 zwischen den Nationalspielern Raphael Kandra (Paderborn) und Rudolf Rohrmüller (Hamburg) folgte als nächste. Satz eins war bis zur Satzmitte ausgeglichen mit langen Rallyes, ehe Kandra den Druck erhöhte und sich mit 11:4 den 1. Satz holte. Der Folgedurchgang war erneut ausgeglichen zu Beginn (2:2), bis bei Rohmüller die Fehleranzahl zunahm und Kandra mit 11:5 enteilte. Der dritte Satz begann mit einem 5:1 - Blitzstart Kandras unterschiedlich als die Vorsätze. Der Hamburger hängte sich wie vorher auch weiter voll rein, jedoch unterliefen ihm weitere Fehler, sodass Kandra über 7:2 schlussendlich mit 11:4 siegte und Paderborn damit zum 1:1 ausglich in der Gesamtbegegnung.

Es folgte das Duell an der Spitzenposition 1: Im Paderborner Trikot Ali Farag (WRL 8) gegen Hamburgs Cameron Pilley (WRL 17). Der Australier Pilley in Diensten der Hamburger erwischte den besseren Start und setzte sich auf 7:3 ab, ehe drei Eigenfehler des Hamburgers und ein "Ball an Paderborn" zum 7:7 gegeben wurde. Es folgten zwei sehr intensive Ballwechsel zum 8:8. Beim Spielstand von 9:9 gab es "kein Let" für Hamburg und Paderborn hatte damit Satzball, dieser wurde jedoch nicht verwandelt. Den zweiten Satzball zum 12:10 setzte Farag dann um und sicherte die Paderborner Führung. In Satz zwei erwischte dieses Mal Farag den besseren Start und setzte sich schnell 4:0 ab. Der Hamburger fing sich jedoch in der Folge und eindrucksvolles Squash wurde von beiden Spielern den Zuschauern nicht nur zu diesem Zeitpunkt der Partie geboten. Danach erhöhte Farag die Pace und sicherte sich den zweiten Satz mit 11:8 - Es stand 2:0 für die Männer von der Pader. Der dritte Satz wurde größtenteils vom Hamburger dominiert - zumindest bis zum 9:9 Ausgleich war er stets vorne. Mit zwei sehenswerten Nickbällen sicherte Farag jedoch den Paderbornern Satz drei und damit die 2:1 Führung.

Nach den ersten drei Partien mussten die Paderborner in der Begegnung an Position 2 zwischen Simon Rösner (Paderborn) und Laurens-Jan Anjema (Hamburg) nur noch einen Satz holen, um - auch im Falle einer Niederlage Rösners - sicher Deutscher Mannschaftsmeister zu werden. Der Satzbeginn war bis zum 2:1 für Rösner noch recht ausgeglichen, ehe Rösner aufs Tempo drückte und seine Dominanz mehr und mehr ausspielte. Am Ende siegte der aktuelle Deutsche Einzelmeister gegen den Hamburger mit 11:5 im ersten Satz und brachte seinem Team einen rechnerisch uneinholbaren Vorsprung ein. Die Begegnung wurde nicht mehr weitergespielt. Die Paderborner Herren sicherten sich den Titel als Deutscher Herren-Mannschaftsmeister 2017.

Hamburgs Bundesliga-Manager Rainer Aldinger zur Partie gegenüber dem DSQV: "Alle Spieler konnten ihre Leistung voll abrufen und haben konzentriert gespielt. Das ist positiv zu vermerken. Unsere Siegeshoffnungen lagen auf den Positionen 1 und 4. Das ging leider nur zum Teil auf, da Farag sehr stark aufgespielt hat. Pilley war aber auch sehr dicht dran. Alles in allem werten wir das Wochenende als klaren Erfolg, da wir als Sportwerk Hamburg zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte Deutscher Vizemeister wurden. Wir freuen uns bereits auf die European Club Championchips im September in Paderborn!". Hamburgs Pressesprecher Axel Annink äußerte sich ähnlich wie Aldinger: "Die zweite Endrundenteilnahme für uns in Folge und nun die erste Finalteilnahme! Deutscher Mannschaftsvizemeister der Herren - Das ist super! Der Meistertitel der Bundesliga Nord war schon ein sehr großer Erfolg, doch am Ende hat der Paderborner SC verdient im Finale gewonnen." Andreas Preising, 1. Vorsitzender des Paderborner SC, nahm zum DSQV wie folgt Stellung: „Triple Doppel für die Damen und Herren des Paderborner Squash Club - eine weitere Bestmarke in der Chronik des Paderborner Squash Club. Bei den Herren mit dem 4-maligen ECC-Sieger-Worms und im Endspiel gegen Sportwerk Hamburg, zwei sehr hohe Hürden, die insbesondere durch Ali Farag und Raphael Kandra bestens durch entsprechende Ergebnisse gelöst wurden. Simon Rösner mit etwas weniger Druck als in den letzten beiden Jahren dann als Vollstrecker zum bereits 13. Titel seit 1999 auf deutscher Ebene.“

 

Die Herren-Ergebnisse des Finals sind hier zu finden.

Die Damen-Ergebnisse des Finals sind hier zu finden.

Die Damen-Ergebnisse (Platz 3-4) sind hier zu finden.

Alle weiteren Damen-Ergebnisse (Plätze 5-8) sind hier zu finden.

 

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